Bieleblog

  • Binix

    Gesellschaft ohne Telekommunikation

    Ursprünglich mal Bitel genannt, beschäftigt sich die Gesellschaft heute nicht mehr mit Kleinigkeiten. Zwar verspricht sie neueste Technik wie Glasfaser, braucht dann aber 2 Jahre, um den Anschluss freizuschalten.

    Auftragsbestätigung: niente, nix

    Auskünfte: niente, nix

    Service: niente, nix

    Nur noch für Geschäftskunden will man da sein, sprich: nur für sich selbst, die Stadt, das Dorf, die Kommune und die vielen öffentlichen Bediensteten.

    Privatkunden verweist man an die Baufirma, die die Arbeiten ausführt oder den eigentlichen Betreiber, eine Gesellschaft australischer Investoren.

    Die Baufirma selbst ist die netteste, hat auffallend aktive Bautrupps, gibt bereitwillig Auskunft und kommt den Bürgerinnen und Bürgern gern entgegen.

    Der Betreiber meldet die Arbeiten nur verzögert fertig bei der Binix, Gesellschaft ohne Telekommunikation.

    Endgeräte von ‚Drittanbietern‘ unterstützt man nicht, man wird also als Privatkunde gezwungen, Geräte einer einzigen Herstellerfirma zu kaufen und zu installieren.

    Das dürfte deutschen Marktregularien völlig entgegenstehen und einer rechtlichen Überprüfung nicht standhalten.

    Egal, was die Bürgerinnen, Bürger oder Juristen sagen: Service ist lästig. Wie immer in Bielefeld. Zwar nennt sich eine Abteilung ‚Kundenservice‘, aber es reicht ja, wenn man sich so nennt.

    Dann ist man auf dem Papier zumindest existent, die oberen Herrn können drauf verweisen.

    Glasfaser von bitel: ist wohl nix oder eben ohne Telefon

  • 7 km/h zu schnell

    und schon ein Sünder

    Leere Kassen nutzt Bieledorf auch und vor allem, um Autofahrer um Zahlung zu bitten. Mit 30 Euro ist man dabei und unterstützt neue Asphaltdecken auf Straßen, die eigentlich keine Schäden offenbaren. Die tatsächlich schlechten Straßen bleiben unberücksichtigt, warum auch immer.

  • Wen wundert es

    wenn nun der wilde Müll vermehrt auftaucht?

    Die Abfallwirtschaftt auf jedenfalls nicht. Sie tut alles dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger alles richtig machen, Abfall sorgfältig sortiert und lose in die Mülltonnen legt. Selbst Fenster aus den Fensterbriefumschlägen sind gesondert einzulegen und Pizzakartons -je nach Speiseresten- mal in den Papier- und mal den Restmüll.

    Waren gekochte Speisen in grünen Tonnen früher ein Tabu, wünscht man sie sich jetzt zwecks Verwendung für Biogas.

    Alle Wünsche werden transparent kommuniziert, auf den Webseiten und in der Tageszeitung. Ob es jemals in der Abfallsatzung der Stadt Erwähnung fand oder nicht: selbst die Gebühren setzt die Abteilung pflichtgemäß selbst fest. Die Abstimmung findet intern statt, ohne Rat, Bürgerinnen und Bürger.

  • Endlich wieder freie Auswahl

    bei den Sperrgutbergen in Bieledorf.

    Die Abfallwirtschaft in Bielefeld organisiert die Sperrgutannahme neu. Die Anlieferung wird teurer, die Abholung preiswerter und umfangreicher.

    Unvergessen, die Sperrguttage vergangenener Jahre. Ganze Trupps zogen durch die Straßen Bielefelds um nach brauchbaren Gütern zu schauen.

    Schließlich wurden die Abholungen nur noch gezielt vereinbart, damit nicht alle Bürgerinnen und Bürger wussten, wann und wo sie auf die Pirsch gehen konnten.

    Da die Abholung aber schon in den frühen Tagesstunden denkbar war, wurden die Dinge abends rausgestellt und es sprach sich schnell rum: An der X-Straße stehen interessante Sachen.

    Am Morgen war der Berg dann auseiandergenommen und schwerlich zu verladen.

    Daraus hat man gelernt in Bielefeld. Morgens geht es später los. Man hofft, dass dann weniger gefleddert wird.

    Insgesamt wird es also angenehmer für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: was nicht angemeldet oder unliebsam ist, wird nicht mitgenommen.

  • Solarförderung? Solarbetrug!

    Wie kann eine halbwegs gebildete Person und dann auch noch Politikerin und Ministerin von einer Solarförderung sprechen, die gekürzt oder gar gestrichen werden soll?
    Angeblich werden dadurch Milliarden an Geldern erspart.

    Fakt ist: Besitzer von Solaranlagen werden gezwungen, teuren Strom billigst an die EVU’s (Energieversorgungsunternehmen) einzuspeisen, die genau diesen Strom dann wieder für viel Geld an ihre Kunden verkauft.

    Mehrere Fragen drängen sich auf: Zahlt das EVU für die Einspeisung oder der Staat oder die Bürgerinnen und Bürger?

    Wer kassiert den ‚gap‘, die Marge zwischen dem Verkaufspreis der Kilowattstunde -etwa 35ct.- und dem Einspeisepreis von 3ct?

    Man muss unterscheiden zwischen alten Einspeise-Verträgen, zu denen sich der Bund verpflichtet hat, viele Jahre feste Einspeisevergütungen zu zahlen bzw. zu garantieren. Die bleiben vermutlich unangetastet, da es sich um vertragliche Verpflichtungen handelt, die nicht so einfach gestrichen werden können.

    Neue Verträge bieten seit geraumer Zeit aber nur noch Einspeisevergütungen unterhalb des Preises von Strom an den Strombörsen. In all diesen Fällen verdienen die EVU’s also schon kräftig an dem eingespeisten Strom.

    Gleichzeitig weigert sich die Politik, den quasi ‚verschenkten‘ Strom als billigen Industriestrom zu verwenden.

    In meinen Augen ist das Betrug.

  • Immerhin

    schauen die Griffe jetzt zu den Bürgerinnen und Bürgern bzw. in Ziehrichtung. Um sie daran zu erinnern, dass die Abfallwirtschaft so nett war, die Tonnen zu leeren, stehen sie gleich mitten in der Einfahrt. So müssen alle erst einmal mitten auf der Straße halten um die Tonnen an die Seite zu schaffen.

    Mülltonnen vor der Einfahrt. Griffe immerhin anweisungskonform
  • Der gute Abfall

    unglaublich diese Mengen an Abfall, die unverantwortliche Bürger und Bürgerinnen am ‚Haus des Abfalls‘ hinterlassen. Der ganze ‚Park der Menschenrechte‘ strotzt vor überfüllten Tonnen, hat man doch dort wieder ein angenehmes Wochenende verbracht. Oft nach Stadtfesten aber auch so schon mal sind die Tonnen zu klein, Wer soll das auch alles bewältigen? Die Abfallwirtschaft vermute ich.

    zu kleine Abfalltonnen in ganz Bieledorf
  • Der gute Eindruck

    Immer wieder fällt der Wochenanfang auf. Am Wochenende wurde gefeiert oder auch nur ge’chilled‘. Dann macht Bieledorf seinen besten Eindruck:

    Leider haben die Gäste (Bürger/Innen würden sich das vermutlich nicht erlauben) auch Hinterlassenschaften neben der Lutter gelassen.

    Die Mülleimer sind schon immer zu klein und die Leerung eher ein Zufall. Es gelten halt Tarife und Arbeitszeiten und wer putzt schon gern hinter anderen Leuten her. Oder abends, morgens oder gar nachts? Da gelten schließlich Zuschläge!

    Direkt neben der Kunsthalle könnte es natürlich auch Kunst sein. Ach nein, nicht ’natürlich‘, passt es docvh schlecht in die Parks von Bieledorf.

  • Die gute Ordnung

    Bei jeder Gelegenheit bittet die Abfallwirtschaft in Bieledorf, Mülltonnen jeweils mit dem Griff zur Straße zu stellen. Auf der Internetseite, in Flyern zum Beispiel. Bei widerspenstigen Bürger/Innen gern auch mit aufgemalten Bildern auf den Tonnen.

    Ist die Leerung erfolgt, findet man seine Tonnen in ganz anderer Aufstellordnung. Trotz der klärenden Bilder. Auf der anderen Straßenseite, dem nächsten Grundstück oder vor der eigenen Einfahrt. Dann denkt man wenigstens ans Reinholen, wenn man von der Arbeit kommt.

    Die Arbeit der öffentlichen Bediensteten ist halt sehr schwer und da darf man nicht erwarten, dass diese die ganze Mühe gern machen.
    Und schon gar nicht als Service zugunsten der Bürger/Innen.

  • ‚Drehorte‘

    Im Grunde Mord – Blutsbande

    Den schönsten Drehort sucht man vergeblich in Ostwestfalen-Lippe, ist er doch gar nicht dort.

    Das schöne Hotel-Retaurant mit Parkplatz ‚direkt zum Teutoburger Wald‘ liegt mehr als 200km nördich: in Schleswig-Holstein am ‚Kleinen See‘. Klein heisst auf norddeutsch ‚Lütt‘, also heisst der See Lütjensee. Das Retaurant ist seit mehr als 75 Jahren im Familienbesitz und bietet erlesene Speisen – auch aus dem See.